Ingenieurbüro Richter GmbH

26. Mai 2011 Sonnenstrom von den Deponien Heinde/Lechstedt Posted In: Abfall- und Umwelttechnik, erneuerbare Energien

Die Bedeutung der regenerativen Energiequellen nimmt vor dem Hintergrund der in Deutschland vorherrschenden klimapolitischen Zielsetzung stetig zu. Als Standorte für großflächige Photovoltaikanlagen eignen sich besonders Konversationsflächen.

Auf Betreiben von Landkreis und Zweckverband Abfallwirtschaft Hildesheim als Eigentümer der Deponien Lechstedt und Heinde wurde im Winter 2009/10 durch das Ingenieurbüro Richter eine Machbarkeitsstudie mit dem Ergebnis einer positiven Bewertung des Vorhabens erstellt.

Die nachfolgende Projektbearbeitung verlief dreigleisig. Aus dem technischen Blickwinkel erfolgte die Auswahl der potentiell für eine Belegung mit PV-Modulen geeigneten Flächen, die Entwicklung der statisch erforderlichen Gründungselemente sowie das Aufstellen der Simulations- und Ertragsberechnungen für unterschiedliche Modul- und Wechselrichtertypen.

Bedingt durch die angekündigte Einführung einer zusätzlichen Degressionsstufe musste die wirtschaftliche Betrachtung kontinuierlich an die Preisentwicklung, vor allem der Moduleinheiten, angepasst werden.

Parallel dazu erfolgte die Gründung der Betreibergesellschaft Photovoltaikpark Heinde/Lechstedt GmbH & Co. KG mit den Gesellschaftern Landkreis Hildesheim, Zweckverband Abfallwirtschaft Hildesheim, Stadtwerke Bad Salzdetfurth und Volksbank Hildesheimer Börde. Darüber hinaus haben sich 22 Bürger/Institutionen an der Anlage beteiligt.

Die Installation der 3 Anlagenteile wurde im Herbst/Winter 2010/11 mit dem Ergebnis der Feststellung der technischen Betriebsbereitschaft der Gesamtanlage am 28.12.2010 durchgeführt.

Technische Daten
Gesamtfläche:     rd. 5,20 ha
Module:               Monokristalline Moduleb 190 W (LINUO POWER)
AnzahlModule:    8.720 Stück
PV-Leistung:       1.657 kWp
Gründung:          Betonfundamente / Rammprofile

Gesamtinvestition: 5.000.000,- € brutto

Durch die Vorgaben des EEG ist die Vergütung des eingespeisten Stroms für die nächsten 20 Jahre festgeschrieben. Die aktuellen Wirtschaftlichkeitsberechnungen gehen von einer prognostizierten jährlichen Rendite des aufgebrachten Kapitals von rd. 5,37 % aus.